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Manuelle, digitale und smarte Blutdruckmessgeräte im Test!

Blutdruckmessung per Chip-Implantate

Der einfachste Weg, die eigenen Gesundheitsdaten abzurufen, wäre die Nutzung eines implantierten Chips, der alle relevanten Körperfunktionen protokolliert und die Daten jederzeit abrufbar macht. Damit lassen sich der Blutdruck, Puls, Herzschlag und andere Daten problemlos permanent aufzeichnen. Was man bisher nur von Science-Fiction Filmen her kannte, wird möglicherweise bald Realität. Erste Chip-Implantate sind bereits in der Erprobung. Zumal viele Menschen gegenüber der neuen Gesundheitstechnik positiv aufgeschlossen sind.

chip-implantate für Blutdruck PulsZwar gibt es aktuell schon erste Lösungen, diese beschränken sich jedoch auf einen RFID-Chip (radio-frequency identification) mit Nahfeldkommunikationstechnik (NFC), der nur die persönlichen Daten beinhaltet, die zuvor eingespielt wurden. Damit lassen sich bestimmte Türen öffnen, Kontodaten hinterlegen oder Informationen mit einem Smartphone austauschen. Aktuelle RFID-Chips verfügen über eine Lebensdauer von vielen Jahren und werden bereits bei Menschen und Tieren verwendet. Auch ein spezieller GPS-Chip unter der Haut ist denkbar. So lässt sich die betreffende Person zu jedem Zeitpunkt per Satellit orten. Grundsätzlich stellt sich hier natürlich auch die Frage nach dem Datenschutz.

Chip misst Blutdruck, Puls oder Körpertemperatur

Will man hingegen konkrete Körperfunktionen mittels Chip-Implantate überwachen, wie die Messung des Blutdrucks, des Pulses oder Körpertemperatur, dann steckt die Erprobung noch in den Kinderschuhen. Hierzu sind spezielle Sensoren notwendig, die die gewünschten Daten erfassen und dann an einen Sender weitergeben. Hier existieren bereits vielversprechende Studien. Eine Marktreife haben allerdings bisher nur wenige Systeme erreicht. Erste Lösungen sind allerdings bereits in einzelnen Universitätskliniken im Einsatz. Dadurch erhält der zuständige Arzt alle notwendigen Daten, um mögliche Probleme bereits im Vorfeld zu behandeln.

Ein System, das bereits bei vielen Patienten auf breiter Basis zum Einsatz kommt, gibt es in dieser Form noch nicht. Es müsste permanent alle relevanten Daten des Körpers abrufen und diese in einer chronologischen Form automatisch fortschreiben. Im Notfall könnte so ein Arzt sofort auf alle lebenswichtige Informationen zugreifen. Fehlbehandlungen gehören der Vergangenheit an. Auch der Einzelne könnte ständig einen Blick auf die wichtigen Körperfunktionen werfen.

Was ist heute bereits möglich?

Dennoch lassen sich bereits heute viele relevante Daten des eigenen Körpers auf einfachste Weise abrufen, messen und auswerten. Beispielsweise mit smarten Blutdruckmessgeräten lassen sich problemlos die ermittelten Blutdruckwerte via Online-Anbindung an ein Smartphone oder Tablet-PC weiterleiten und mit leistungsstarken Programmen auswerten. Dies gilt auch für die Messung des Blutzuckerspiegels, der Körpertemperatur und des eigenen Gewichts. Nur dient bei der Erfassung der Daten noch nicht ein einzelner Chip zur Messung, sondern es müssen einzelne Messgeräte und Waagen mit einer smarten Anbindung genutzt werden.

Besonders sinnvoll ist es, wenn die unterschiedlichen Messwerte in einem System zusammenlaufen und so ein umfassendes Bild des Gesundheitszustandes der jeweiligen Person zur Verfügung stellt. Bei dem nächsten Arztbesuch kann sich der zuständige Arzt ein genaues Bild der jeweiligen Gesundheitsdaten verschaffen. Zumal ein Nutzer die Daten im Idealfall über einen längeren Zeitraum erfasst.

Der Patient ist für neue Chip-Implantate aufgeschlossen

Zu diesem Thema hat der Hightech-Verbands Bitkom eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis zeigt, dass sich bereits heute jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) vorstellen kann, ein solches Chip-Implantat zur Messung von Gesundheitsparametern zu nutzen. Besonders groß ist das Interesse unter älteren Menschen. Fast jeder vierte der 50- bis 64-Jährigen (29 Prozent) kann sich vorstellen, einen Gesundheits-Chip zu implantieren, bei den über 65-Jährigen sind es sogar 31 Prozent. Zum Vergleich: In der Altersklasse zwischen 14 und 29 Jahren interessiert sich derzeit nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) dafür.


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