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Manuelle, digitale und smarte Blutdruckmessgeräte im Test!

Smarte Blutdruckmessgeräte im Test

Connected Health – drahtlos Blutdruck messen

Smarte Blutdruckmessgeräte (Fotolia.com © chombosan)

Smarte Blutdruckmessgeräte (Fotolia.com © chombosan)

Eine wirkliche Weiterentwicklung stellen sogenannte smarte Blutdruckmessgeräte dar. Sie bieten die Möglichkeit, das Messgerät mit einem Computer oder einem Smartphone direkt zu verknüpfen. Dabei werden die Blutdruckmesswerte direkt auf ein externes Gerät übertragen. Das lästige Protokollieren der Ergebnisse gehört endgültig der Vergangenheit an. Wer regelmäßig seinen Blutdruck selbst überprüft, ist schnell mit einer großen Anzahl von Messergebnissen konfrontiert. Dies kann eine durchaus zeitaufwendige Angelegenheit werden, wenn der betreffende Nutzer auch noch mehrmals am Tag seine Werte überprüft. Besitzt der Nutzer hingegen ein Blutdruckmessgerät mit einer Schnittstelle, so lassen sich die Daten bequem an das angeschlossene Gerät übermitteln.

Anbindung per USB und Bluetooth

In der Regel sind aktuell zwei unterschiedliche Anbindungen denkbar. Erste smarte Blutdruckmessgeräte hatten meist eine USB-Schnittstelle. Mittels USB-Kabel werden dazu das Messgerät und ein Computer oder Smartphone miteinander verknüpft. Auf Knopfdruck werden dann die Daten an das angeschlossene Gerät übermittelt. Da es bisher keinen einheitlichen Übertragungsstandard für die Übermittlung von privaten Gesundheitsdaten gibt, sind Hersteller von Messgeräten dazu übergangen, eigene Lösungen zu präsentieren. Dies hat natürlich den Nachteil, dass Geräte von anderen Herstellern mit der jeweiligen Software nicht funktionieren. Entscheiden Sie sich für eine entsprechende Lösung mit einer Software-Anbindung, sollten Sie unbedingt auch die Qualität der Software in Ihre Entscheidung einbeziehen.

Das beste smarte Blutdruckmessgerät ist unbrauchbar, wenn die zuständige Gesundheits-App nicht die notwendigen Funktionen ausweist. Eine echte Alternative stellt ein Blutdruckpass unter Excel dar. Hierüber müssen dann die ermittelten Daten manuell eingetragen werden. Dafür ist dann aber auch jedes Blutdruckmessgerät geeignet.

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Die zweite Möglichkeit, um ein Blutdruckmessgerät mit einem externen Rechner zu verbinden, ist eine drahtlose Bluetooth-Verknüpfung. Dazu müssen natürlich beide Einheiten auch über eine geeignete Anbindung verfügen. Bei einer Lösung via Smartphone werden die Daten an eine spezielle App übermittelt. Die Reichweite zwischen beiden Einheiten beträgt meist zwischen einem und 10 Metern. Auch hier bieten viele Hersteller eigene Lösungen an, die in den meisten Fällen ebenfalls den Zugang zu anderen herstellerfremden Geräten nicht erlauben. Will man beispielsweise noch die smarten Daten einer Waage hinzufügen, ist man beim Kauf auf einen bestimmten Anbieter grundsätzlich beschränkt.

Die meisten Anbieter von smarten, digitalen Blutdruckmessgeräten bieten als Service eine kostenlose App an, die es meist für unterschiedlichen Plattformen (iOS und Android) gibt. Bei einigen Lösungen existiert auch eine WLAN-Anbindung über das heimische Netzwerk.

Verknüpfung zwischen App und Blutdruckmessgerät

Vor der ersten Messung muss zunächst die betreffende App auf das eigene Smartphone geladen werden. Bei allen Anbietern ist die gewünschte App kostenlos erhältlich. Idealerweise bietet der Hersteller des Blutdruckmessgerätes zum Herunterladen der App einen geeigneten Link an. Ansonsten suchen Sie einfach in den gängigen App-Shops (z.B. Apple iTunes oder Google Play) nach dem entsprechenden Gerät oder nach dem Hersteller.

Haben Sie die App auf Ihr Smartphone geladen, muss nun im zweiten Schritt die Verbindung zwischen Smartphone und Blutdruckmessgerät hergestellt werden. Wie die eigentliche Anbindung zwischen den beiden Geräten erfolgt, ist abhängig von dem jeweiligen Hersteller. Daher sollten Sie die dafür notwendigen Schritte aus der Anleitung des Herstellers entnehmen.

Korrekte Erfassung der Daten via Bluetooth

Ist das Smartphone mit der dazugehörigen App korrekt miteinander verknüpft, kann die erste Messung erfolgen. Auch hier ist die jeweilige Übernahme der Daten völlig abhängig von dem Anbieter und dem verwendeten Blutdruckmessgerät. Bei vielen Messgeräten erfolgt die Datenübertragung völlig automatisch, sofern sich das Smartphone in der Nähe des Messgerätes während der Messung befinden. Ist die Übernahme der aktuellen Daten erfolgreich erfolgt, gibt dies die App in den meisten Fällen durch ein Signal bekannt. Über die App können die einzelnen Werte protokolliert und ausgewertet werden. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, ist abhängig von dem Leistungsumfang der verwendeten App.

Verbindung zu Apple Health und Google Fit

app health von Apple

Die App Health von Apple

Darüber hinaus bieten einige Anbieter wie Apple oder Google auch übergreifende Gesundheits-Apps (z.B. Apple Health oder Google Fit) an, die unterschiedliche Gesundheitsdaten unter einer Oberfläche zusammenführen. Dies können beispielsweise auch Blutdruckwerte sein. Allerdings muss der Hersteller des jeweiligen Messgerätes diese Funktionalität auch direkt unterstützen. Dennoch sind die genannten Lösungen nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden. Vielmehr legen Apple und Google die Schnittstelle für Drittanbieter offen. Der jeweilige Anbieter muss dann diese Schnittstelle in seiner Software (App) integrieren.

Wer also ein smartes Blutdruckmessgerät erwirbt, sollte bereits im Vorfeld schauen, ob die Daten auch an Apple Health oder Google Fit zu übertragen sind. Beide Apps sind standardmäßig unter dem jeweiligen Betriebssystem verfügbar und sind bei einer Erstinstallation sofort verfügbar.Teilweise bieten einige Anbieter zwar eine eigene App an. Die ermittelten Messwerte lassen sich jedoch nicht immer unter Apple Health oder Google Fit weiterverarbeiten.

Connected Health – Zusammenfließen von verschiedenen Gesundheitsdaten

Noch einen Schritt weiter geht das sogenannte Connected Health. Hierbei werden unterschiedlichste Gesundheitsdaten einer Person ermittelt, zusammengetragen und analysiert. Im heimischen Umfeld stellt eine App auf dem eigenen Smartphone den Anlaufpunkt für alle ankommenden Daten dar. Hier laufen aktuelle Werte über Gewicht, Herzfrequenz, Körpertemperatur oder Schlafphasen zusammen. Dazu zählen natürlich auch aktuelle Blutdruckwerte.

Technische Voraussetzung dafür sind unterschiedliche, smarte Geräte, die mit dem Smartphone verbunden sind. In diesem Fall liefern dann die Messgeräte die unterschiedlichen Daten, die dann in der App aufbereitet und ausgewertet werden. So lässt sich im Idealfall der momentane, körperliche Zustand anhand der eigenen Werte ermitteln.

Im nächsten Schritt wäre bei Connected Health kann auch eine direkte Anbindung an die bevorzugte Arztpraxis denkbar. Der zuständige Hausarzt könnte dann auf die regelmäßig erfassten Daten zugreifen und im Gegenzug die aktuellen Werte aus dem letzten Check einspielen.

Patienten können sich zukünftig über ihre Gesundheit selbst informieren. Natürlich sind auch Krankenkassen an diesen Daten interessiert. So werden in Zukunft Kassen ihren Versicherten spezielle Versorgungsangebote unterbreiten, sofern die ermittelten Daten eine gute Gesundheit aufzeigen.

Smarte Blutdruckmessgeräte kaufen: Darauf sollten Sie achten!

Wer sich für ein smartes Blutdruckmessgerät entscheidet, der will sich in den meisten Fällen intensiv mit seinen Messwerten auseinandersetzen. Daher sind hier Messgenauigkeit, die einfache Anbindung zwischen Smartphone und Messgerät und eine hohe Qualität der angebundenen App gefragt. Daher sollten Sie folgende Aspekte beim Kauf eines smarten Blutdruckmessgerätes besonders berücksichtigen:

Die Messgenauigkeit des smarten Blutdruckmessgerätes

Die Messgenauigkeit bei einem Blutdruckmessgerät zu bestimmen, ist immer eine heikle Angelegenheit. Es gibt kaum die Chance, ein Referenzgerät heranzuziehen. Der einfachste Weg ist eine Vergleichsmessung mit dem Messgerät Ihres Hausarztes. Dieser verfügt in der Regel über ein professionelles Blutdruckmessgerät.

Ein weiteres Indiz für eine hohe Messgenauigkeit ist das Vorhandensein eines Prüfsiegels. So vergibt beispielsweise die Deutsche Hochdruckliga ein spezielles Prüfsiegel. Allerdings sind  hier fast nur die großen Marken vertreten.

Einfache Verbindung zwischen Messgerät und Smartphone

Ein wichtiger Aspekt bei einer smarten Lösung zwischen einem digitalen Blutdruckmessgerät und dem Smartphone mit der betreffenden Blutdruck-App ist zweifelsohne die Verbindung zwischen beiden Geräten. Im ersten Schritt muss der Verbindungsaufbau schnell und problemlos auch von einem ungeübten Nutzer erfolgen können. Idealerweise sollten nur wenige Einstellungen an beiden Geräten notwendig sein, um eine zuverlässige Verknüpfung via Bluetooth zu erzeugen. Dies gilt natürlich auch für andere Verbindungsarten. Im zweiten Schritt muss die Verbindung natürlich auch langfristig eine ordnungsgemäße Übertragung der gewünschten Daten gewährleisten.

Qualität der angebundenen Blutdruck-App

Die Qualität der angebundenen App ist ausschlaggebend für den Gebrauch des Blutdruckmessgerätes. Weist die App einige Schwächen bei der Nutzung oder Auswertung der Daten, dann hilft auch nicht das beste Messgerät weiter.

Stromversorgung des Blutdruckmessgerätes

Die meisten Blutdruckmessgeräte werden mittels Batterien betrieben. Dies bietet den Vorteil, dass eine Messung unabhängig von dem jeweiligen Ort vorgenommen werden kann. Allerdings entstehen durch den regelmäßigen Erwerb von Batterien zusätzliche Kosten. Zudem schaden Batterien der Umwelt. Alternativ können einige Messgeräte auch mit Akkus betrieben werden. Wer ausschließlich den stationären Betrieb bevorzugt, sollte bei Kauf eines Blutdruckmessgerätes darauf achten, dass zumindest ein Anschluss für eine externe Stromversorgung existiert. Ein eigenes Netzteil bieten die wenigsten Anbieter direkt im Lieferumfang an.