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Manuelle, digitale und smarte Blutdruckmessgeräte im Test!

Digitale Blutdruckmessgeräte Test – Die richtige Gerätewahl

Digitale Blutdruckmessgeräte sind auf dem Vormarsch

Fotolia.com © edwardolive

Digitale Blutdruckmessgeräte: Das eigene Blut fließt mit einem bestimmten Druck durch den Körper. Dafür sorgt das menschliche Herz. Es fungiert als permanente Pumpe. Dabei kann der Mensch seinen Blutdruck weder sehen, hören, riechen oder fühlen. Doch mit einem digitalen Blutdruckmessgerät lässt sich der momentane Blutdruck sehr genau bestimmen. Ist der Blutdruck zu hoch, gefährdet dies die eigene Gesundheit. Daher sollte jeder Mensch seine Blutdruckwerte kennen. Wer etwas für sein Wohlbefinden tun möchte, wird um die Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes nicht herumkommen.

Digitale Blutdruckgeräte sind für den alltäglichen Einsatz bestens geeignet und sind besonders für den normalen Gebrauch im privaten Umfeld zu empfehlen. Zumal sich die angebotenen Geräte besonders bei der Genauigkeit extrem verbessert haben. Es gibt aktuell eine große Anzahl von unterschiedlichen Modellen von verschiedenen Herstellern. Die Messgeräte unterscheiden sich maßgeblich in den zusätzlichen Leistungen (beispielsweise die Anzeige für den Puls). Die Grundfunktion ist bei allen Geräten identisch. Sie messen den Blutdruck!

Die besten digitalen Blutdruckgeräte im Test

Wie funktioniert ein digitales Blutdruckmessgerät? So wird der Blutdruck gemessen

Viele Menschen in Deutschland messen und überprüfen ihren Blutdruck selbst. Damit der Nutzer korrekte Werte erhält, muss das Gerät zuverlässige Messergebnisse liefern. Aktuell gibt es zwei unterschiedliche Ausprägungen von digitalen Blutdruckmessgeräten. Das klassische Oberarm Blutdruckmessgerät sowie kompakte Ausführung für das Handgelenk.

Die kompakten Handgelenksgeräte sind eher für den täglichen Gebrauch geeignet, um schnell und problemlos eine Messung des Blutdrucks durchzuführen. Sie sind daher gerade für jüngere Leute sehr gut geeignet, die noch über keine Erkrankung (Hypertonie) verfügen. Bei Bluthochdruckpatienten (Hypertoniker) sind hingegen die Kompaktgeräte nicht in jedem Fall zu empfehlen. Hier gibt es in einzelnen Fälle gesundheitliche Einschränkungen (z.B. reduzierte Gefäßdurchblutung). Zudem muss bei der Nutzung unbedingt darauf geachtet werden, dass durch eine Beugung des Arms das Blutdruckmessgerät sich während der Messung in Herzhöhe befindet.

Die beiden Varianten von digitalen Blutdruckmessgeräten

Das größte Angebot bei den digitalen Blutdruckmessgeräten gibt es bei den Oberarm-Geräten. Zwar dauert die Messung meist etwas länger, da die dazugehörige Druckmanschette im ersten Schritt über den Arm gezogen werden muss. Erst dann um wird die Manschette am Oberarm festgezogen. Diese ist mit einem Schlauch mit dem eigentlichen Gerät verbunden. Das Grundgerät verfügt über alle Bedienelemente und ein Display zur Anzeige aller relevanten Daten. Dafür fällt bei diesen Messgeräten das Display deutlich größer aus. So können gerade ältere Menschen die ermittelten Werte besser ablesen.

Unser Tipp: Achten Sie auch auf die Größe der beiliegenden Manschette. Jedes Blutdruckmessgerät nutzt unterschiedliche Manschetten, die sich besonders in der Länge unterscheiden. Schauen Sie daher bereits im Vorfeld, über welche Maße die in Frage kommende Manschette verfügt. Im Zweifelsfall müssen Sie eine zusätzliche Manschette anschaffen. In unseren Produktberichten führen wir für jedes Gerät die entsprechenden Maße auf.

Puls-Messung und Arrhythmien-Anzeige

Blutdruckmessgerät freigestellt auf weissem Hintergrund

Das klassische Blutdruckmessgerät (Fotolia.com © Birgit Reitz-Hofmann)

Klassische Blutdruckmessgeräte beschränken sich längst nicht mehr nur auf das Messen des Blutdrucks. Vielmehr sind diese in der Lage auch den aktuellen Puls zu ermitteln oder Hinweise auf mögliche Fehlmessungen hinzuweisen. Zudem bieten Sie die Möglichkeit, mehrere Messwerte zu speichern, um diese dann am Display zu vergleichen. Zudem besitzen einige Messgeräte auch die Chance, gleich für mehrere Personen die ermittelten Messwerte auf speziellen Speicherplätzen abzulegen.

Neuere Geräte sind zudem in der Lage, auftretende Herz-Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) zu erkennen. Idealerweise werden bei intelligenten Geräten mehrere Messungen durchgeführt, um nicht bei der ersten Unregelmäßigkeit einen Alarm auszulösen.

Fast alle digitalen Blutdruckmessgeräte werden mittels Batterien betrieben. Zusätzlich bieten einige Geräte auch einen zusätzlichen Anschluss für ein Netzteil, das allerdings in den meisten Fällen nicht beiliegt.

Unser Tipp: Vor einigen Jahren waren auch einige Geräte am Markt erhältlich, die die Blutdruckmessung über einen Finger einer Person durchführten. Diese Geräte sind aktuell nicht mehr erhältlich. Die spezielle Art der Messung wies zu viele Ungenauigkeiten auf, da die korrekte Erfassung der Messdaten maßgeblich von der Durchblutung des Fingers abhing. Zudem lieferte die aufblasbare Manschette nur korrekte Daten bei einer bestimmten Stärke des jeweiligen Fingers.

Die Funktionsweise eines digitalen Blutdruckmessgerätes

Was unterscheidet nun ein manuelles Blutdruckmessgerät von der digitalen Variante?  Was bisher das menschliche Ohr mittels Stethoskop wahrgenommen hat, übernimmt nun die Technik. Auch bei einem digitalen Messgerät übernimmt die Druckmanschette die zentrale Rolle beim Messen des Blutdrucks. Auch Sie wird mit Luft gefüllt, bis der erreichte Druck dafür sorgt, dass der Blutdurchfluss für kurze Zeit zum Stillstand kommt. Dafür sorgt die elektrische Pumpe im Messgerät. Auch hier wird mit einem Wert von rund 25-30 mmHg über dem systolischen Druck gearbeitet.

Anschließend wird der Druck in der Manschette wieder reduziert. Das Blut beginnt wieder in der Ader zu fließen. Auch hier wird durch den einsetzenden Blutfluss der Puls durch ein synchrones Schlagen hörbar bzw. messbar. Diese Aufgabe übernimmt nun aber nicht mehr ein Stethoskop, sondern ein leistungsstarkes Mikrofon, das in der Manschette integriert ist. Es zeichnet die Geräusche auf, die durch die Verwirbelungen des Blutes in der Arterie entstehen. (nach Korotkow). Durch die integrierte Technik wird somit der Wert für den systolischen Blutdruck (Anspannung des Herzens und somit das Ausströmen des Blutes) ermittelt.

Der Druck der Manschette wird weiter reduziert. Zu dem Zeitpunkt, an dem kein Geräusch mehr wahrzunehmen ist, wird der diastolische Blutdruck (Erschlaffung des Herzens und das Einströmen des Blutes in das Herz) ermittelt. Auch dies wird über das Korotkow-Verfahren gemessen. Bei aktuellen Blutdruckmessgeräten wird vielfach noch eine weitere Messtechnik parallel dazu angewandt, um die Messgenauigkeit zu erhöhen.

Dazu wird häufig noch eine zusätzliche oszillometrische Messung eingesetzt. Hierzu nimmt ein winziger Sensor innerhalb der Manschette geringste Druckschwankungen (Oszillationen) auf. Diese wiederum werden durch das Pulsieren der Gefäße erzeugt (Herzschlag). Aktuelle Messgeräte sind nun in der Lage, sowohl die erfassten Messwerte aus dem Korotkow-Verfahren, also auch die oszillometrische Messungen miteinander zu vergleichen und somit eine deutliche Verfeinerung und eine Steigerung der Genauigkeit zu erzielen.

Blutdruckmessgerät – Handgelenk oder Oberarm?

Grundsätzlich gibt es hierfür keine Regel. Tests zeigen, dass Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk genauso zuverlässig messen, wie Oberarm-Messgeräte. Ein kompaktes Blutdruckmessgerät, das speziell für das Handgelenk ausgelegt ist, bieten sich aufgrund des geringeren Gewichts und der kleinen Bauweise eher für das Messen unterwegs an. Diese Messgeräte sind die idealen Urlaubsbegleiter.

Zudem existiert noch ein weiteres Entscheidungskriterium. Bei vielen älteren Menschen verengen sich die Blutgefäße durch mögliche Ablagerungen. Zudem sorgt eine fortschreitende Arteriosklerose (reduziere Elastizität) häufig für eine Verhärtung der Gefäße. Davon sind eher die Arterien in den Händen und in den Unterarmen betroffen. Das diese Regionen zudem weiter vom Herzen entfernt sind, ist eine genaue Messung des Blutdrucks hier deutlich schwieriger. Gleiches gilt auch für Diabetiker. Hier liegen häufig Folgeerkrankungen des Diabetes vor. Dabei sind Gefäßerkrankungen häufig anzutreffen. Die Durchblutungsstörungen sorgen für Verengungen der Arterien (Schlagadern). Entsprechend sind auch hier keine korrekten Messergebnisse zu erzielen.

Wer unter Bluthochdruck leidet, bereits im fortgeschrittenen Alter ist und auf korrekte Blutdruckwerte angewiesen ist, sollte zwingend seine regelmäßigen Messungen am Oberarm vornehmen. Ein Messgerät für das Handgelenk sollte daher nur für ein gelegentliches Messen genutzt werden. Jüngere Menschen, bei denen keine Hypertonie vorliegt, können allerdings problemlos auf Handgelenk-Messgeräte zurückgreifen.


Merkmale für ein gutes digitales Blutdruckmessgerät

  • Normierte Messgenauigkeit
  • Funkuhr für die automatische Einstellung von Uhrzeit und Datum
  • Manuelle Einstellung aller relevanten Werte
  • Mehrere Speicherplätze für unterschiedliche Nutzer
  • Integrierte Pulsmessung
  • Erkennung von unregelmäßigen Pulswellen
  • Gute Verarbeitung
  • Ansprechendes Geräte-Design
  • Lange Batterielaufzeit


Kriterien beim Kauf eines digitalen Blutdruckmessgerätes

  • Wie genau sollen die Messungen des Blutdrucks sein?
  • Welche maximalen Abweichungen sind möglich?
  • Welche zusätzliche Werte sollen ermittelt werden?
  • Soll der Blutdruck auf für andere Nutzer erfasst werden?
  • Müssen die erfassten Daten exportiert werden?
  • Wird ein beleuchtetes Display benötigt?
  • Verfügt das Messgerät über ein gutes Design?


Digitale Blutdruckmessgeräte – Kaufberatung

Bevor Sie mit Ihrem neuen Blutdruckmessgerät zur Kasse gehen, sollten Sie sich bereits im Vorfeld überlegen, welche Funktionen für Sie unerlässlich sind. Notieren Sie sich die wichtigen Aufgaben, die Ihr zukünftiges Messgerät erfüllen soll. Sind Ihnen die Grundfunktionen bei einem Blutdruckmessgerät völlig ausreichend oder wollen Sie einige nützliche Zusatzfunktionen (z.B. Pulsmessung oder Anzeige bei Herzrhythmusstörungen)? Dieser Wunsch nach weiteren Ergänzungen schlägt sich dann auch in einem höheren Preis nieder.

Wer also nur gelegentlich zu einem Blutdruckmessgerät greift und sich ansonsten an seiner jugendlichen Gesundheit erfreut, kommt sicherlich mit einem kompakten Messgerät aus, dass bevorzugt am Handgelenk angelegt wird. Anders sieht es bei älteren Menschen aus. Aufgrund der schlechteren Durchblutung sollte hier immer mit einem Gerät für den Oberarm gearbeitet werden. Gleiches gilt auch für Hypertoniker, die bereits in ärztlicher Behandlung sind. Hier kommt es auf eine hohe Messgenauigkeit, um auch über einen längeren Zeitraum relevante Daten zu erhalten. Zudem sind in diesen Fall auch die unterschiedlichen Speichermöglichkeiten von Interesse, die das Abspeichern von beliebigen Messdaten erlauben.